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1. Allgemeines
2. Kristallsysteme
2.1. Triklin
2.2. Monoklin
2.3. Rhombisch
2.4. Tetragonal
2.5. Hexagonal/Trigonal
2.6. Kubisch
3. übersicht
1. Allgemeines zur Kristallsystematik

Die Kristallformen (oder die Kristallsysteme) von Kristallen hängt von der Anordnung ihrer kleinsten Bausteine (Ione, Atome oder/und Molekühle) ab. Diese Grundeinheiten (sog. "Elementarzellen") sind gesetzmäßig geometrisch angeordnet, sie bauen Raumgitter oder Kristallgitter auf. Diese werden in verschiedenen Gittertypen eingeteilt.
Die Kristallformen sind abhängig von solchen Kristallgittern. Der Kristall (als Raumkörper betrachtet) ist von Kanten, Ecken und verschiedenen Formen begrenzt, die in ihrer Symmetrie den inneren Gittertypen gleichen. Für jede kristallisierte Mineralart sind die Winkel, unter denen sich die einzelnen Kristallflächen schneiden, ausschlaggebend für die Einordnung in ein Kristallsystem. Die Größe dieser Winkel (sog. "Flächenwinkel") ist bei allen Kristallen der selben Mineralart gleich.

Abb.1:
Hier sehen sie, wie die Elementarzelle des Kochsalzes aufgebaut ist. Die einfach positiv geladenen Natriumionen (rot) gehen mit den einfach negativ geladenen Chloridionen eine Ionenbindung ein. Durch ihre Ladungen bauen sich die Ionen in ein Kristallsystem ein. An der Form, die hier als Quader angedeutet ist, erkennt man schon das Kristallsystem des Kristalls. Solche Elementarzellen können natürlich viel komplexer aussehen.

Die Symmetrie der Kristalle bezeichnet die Lage oder Stellung der einzelnen Kristallflächen zueinander. Es gibt folgende Symmetrieelemente:
1. -- Die Symmetrieebene: Teilung der Kristalle in zwei symmetrische Hälften (deshalb auch Spiegelebnen genannt)
2. -- Die Symmetrieachse: Gerade, die durch das Zentrum des Kristalls geht. Wird der Kristall um diese Achse gedreht, so gelangt er bei bestimmten Drehwinkeln in die Stellungen, die der Ausgangsposition gleichen. Je nach dem, wie oft dies bei einer vollen Drehung um 360° erreicht wird, wird die Symmetrieachse zwei-, drei-, vier- oder sechszählig genannt.
3. -- Das Symmetriezentrum: Wenn jede Fläche des Kristalls einer parallelen, gegenüberliegenden Fläche, die um das gedachte Zentrum um 180° gedreht ist, entspricht, dann ist diese Zentrum das Symetriezentrum.

Werden diese Symmetrieelemente kombiniert und nach Art und Anzahl geordnet, so entstehen 32 Symmetrieklassen und diese wiederum ergeben (nach gemeinsamen Merkmalen der Geometrie und der sog. Achsenkreuze sortiert) 7 Kristallsysteme. Diese ermöglichen eine genaue Bestimmung der Lage der einzelnen Kristallflächen.


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2. Die sieben Kristallsysteme

Die sieben Kristallsysteme werden nach der Anzahl ihrer Symmetrieelemente sortiert. Das Kristallsystem mit dem geringsten Symmetriemerkmalen ist das trikline Kristallsystem, dann folgt der Reihe nach das monokline-, rhombische-, tetragonale-, trigonale-/ hexagonale-, und zum Schluss das kubische Kristallsystem, welches die meisten Symmetriemerkmale besitzt.


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2.1. Das trikline Kristallsystem

Das trikline Kristallsystemen gehört zu den System mit den wenigsten Symmetrieelemente. Ein Kristall gehört in das trikine Kristallsystem, wenn alle drei Achsen von verschiedener Länge und gegeneinander ungleich 90° geneigt sind. Eine typische Kristallform ist Pedion.

Formen:

Basispedion Pedion Pinakoid Pinakoid

Beispiele:
Cyanit Oligoklas Mikroklin
Cyanit Oligoklas Mikroklin


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2.2. das monokline Kristallsystem

Das monokline Kristallsystem hat im Gegensatz zum triklinen die Eigenschaft, dass nur zwei Achsen zueinander ungleich 90° geneigt sind. Dadurch entsteht hier eine geneigte Ebene. Weiterhin sind alle Achsen von verschiedener Länge. Die typische Kristallform ist Pedion.

Formen:

seitliches Pedion Sphenoid Doma Prisma

Beispiele:
Gips Orthoklas
Gips Orthoklas


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2.3. Das rhombische Kristallsystem

Beim rhombischen Kristallsystem stehen alle drei Achsen senkrecht zueinander, diese sind von verschiedener Länge. Als typische Kristallformen sind rhombische Prismen, Pyramiden und rhombische Doppelpyramiden zu nennen.

Formen:

Basispinakoid Doma Rhombischer Disphenoid Rhombische Dipyramide

Beispiele:
Anglesit Schwefel
Anglesit Schwefel


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2.4. Das tetragonale Kristallsystem

Auch im tetragonalen Kristallsystem sind die drei Achsen senkrecht zueinander. Zwei davon sind gleich lang, die dritte Achse (die vierzählige Symmetrieachse) ist entweder kürzer oder länger. Typische Kristallformen sind vierseitige Prismen und Pyramiden, Trapezoeder und Doppelpyramiden.

Formen:

Tetragonales Prisma Tetragonale Pyramide Teragonaler Disphenoid Ditetragonale Pyramide

Beispiele:
Kassiterit Zirkon Scheelit
Kassiterit Zirkon Scheelit


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2.5. Das hexagonale bzw. trigonale Kristallsystem

Beim hexagonalen Kristallsystem liegen drei der vier Achsen in einer Ebene, sind gleich lang und schneiden einander in einem einem Winkel von 120°. Die vierte Achse (die dreizählige Symmetrieachse) steht senkrecht zu diesen. Der Unterschied zwischen dem hexagonalen und dem trigonalen Kristallsystem liegt darin, dass die Symmetrieachse beim hexagonalen sechszählig, beim trigonalen dreizählig ist. Typische Kristallformen sind dreiseitige Prismen, Pyramiden, Rhomboeder und Skalenoeder.

Formen:

Hexagonales Prisma Rhomboeder Trigonale Pyramide Dihexagonale Pyramide

Beispiele:
Calcit Rauchquarz Roter Beryll
Calcit Rauchquarz Roter Beryll


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2.6. Das Kubische Kristallsystem

Kas kubische Kristallsystem ist das, mit der größten Anzahl an Symmetrieelementen. Alle drei Achsen stehen senktrecht zueinander und sind gleich lang. Typische Kristallformen sind Würfel, Oktaeder, Rhomboemdodekaeder, Pentagondodekaeder, Ikositetraeder und Hexakisoktaeder.

Formen:

Würfel Oktaeder Tetraeder Hexakisoktaeder

Beispiele:
Pyrit Diamant
Pyrit Diamant


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3. übersicht

Der folgende Link führt Sie zu einer Übersicht der Kristallsysteme mit allen 32 Kristallformen: Übersicht. Das Bild hat eine Größe von ca. 21 X 15cm, so dass es auf ein DIN A4 Blatt passt.


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Ein Nachwort

In Kristallsystemen lagern sich Wassermoleküle an. Dieser Vorgang heißt Hydratation, die angelagerten Wassermoleküle werden als Kristallwasser oder auch Hydratwasser bezeichnet. Es ist häufig nicht fest an das Kristallsystem gebunden, sondern kann durch Erhitzen von ihm getrennt werden. Um festzustellen wie viel Wasser in einem Kristallsystem gebunden ist, ist eine Feuchtemessung nötig. Eine Methode, die sich in vielen Fällen als geeignet erwiesen hat, ist das Calciumcarbid-Verfahren. Bei diesem Verfahren reagiert Calciumcarbid mit dem in einer feuchten Probe enthaltenen Wasser zu Acetylen.

Bei Schmucksteinen, wie etwa dem Bergkristall oder dem Amethyst, haben die verschiedenen Mineralien oftmals große, besonders schöne Kristallformen ausgebildet. Kristalle ganz anderer Art - nämlich Schneekristalle - sind ein beliebtes Motiv auf Weihnachtskarten. Schneekristalle bilden sich, wenn sich extrem feine Wassertröpfchen an Staubpartikelchen anlagern und zu Eis erstarren. Ob sich dabei plättchenförmige oder sternförmige Eiskristalle ausbilden, hängt von der Umgebungstemperatur ab. Die Luftfeuchtigkeit hingegen hat Einfluss auf das Wachstum der Kristalle. Je höher die Luftfeuchtigkeit, desto größer die Flocken.


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